Gedanklich entfliegen

von Walbei, 27.05.2019, 11:25 Uhr

Den ganzen Tag über gelesen, geschrieben, gelesen, geschrieben, bis mir die Augen weh taten. Beim Lesen wie beim Schreiben vergesse ich zuweilen die Zeit – und mich selbst. Bin nur noch Text, Zusammenhang, Ausdruck, völlig konzentriert, völlig selbstvergessen. Keine Einsamkeit, kein Bedürfnis nach irgend etwas. Selbst zu trinken vergesse ich. Wenn ich dann wieder auftauche aus dem Sprachland, fühle ich mich erst etwas verloren in einer mir fremd gewordenen Welt und möchte am liebsten wieder zurückweichen in die reinen Gefilde der Sprache, wo ich nichts brauche als Worte,...


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