Postkarte aus dem boomenden Chennai

von Walbei, 26.12.2019, 15:39 Uhr

Wie ein gewaltiges Drachenskelett aus Beton thront hoch über der Strasse eine Metrostation. Sie gebiert eine Schlange auf Stelzen, nicht minder monströs, die sich zur nächsten Station windet, von Stadtteil zu Stadtteil: die Hochbahn, die für das moderne Chennai steht. Wärend der frühere Name Madras noch zum Träumen einlädt, steht Chennai für ungezügelten Bauboom, für eine Orgie in Beton, mit unzähligen Server-Farmen mitten in der Stadt etwa: fensterlos, gigantisch, unnahbar, unmenschlich. Nachts um drei wirkt Chennai, als stünde die Apokalypse kurz bevor.

Trotzdem...



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