Wider den Unsinn von den Strafzinsen – oder: Wie die unkonventionelle Geldpolitik wirklich funktioniert

von Norberthaering.de, 13.09.2019, 16:16 Uhr

Als die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag den Zins für Bankguthaben bei der Zentralbank von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent gesenkt hat, war in fast allen Medien von einem höheren Strafzins die Rede. Dabei ist der Ausdruck grob irreführend. Er bedient und vertieft ein Fehlverständnis von der Funktionsweise der Geldpolitik und richtet damit beträchtlichen Schaden in den Köpfen an.

Das Wort Strafe beinhaltet die Vorstellung, dass jemand für unerwünschtes Verhalten mit negativen Konsequenzen belastet wird. In den Medienberichten heißt es, odass die Banken zu ...


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