Wie im Crash-Jahr 1929: Steigende Zinsen, Aktien und Gold

von Claus Vogt, 27.03.2021, 17:39 Uhr

Steigende Zinsen sind Gift für die Börse, besagt ein bekanntes Börsenbonmot. Tatsächlich wurden zahlreiche Aktienbaissen von steigenden Zinsen angekündigt. Nun ist es in den vergangenen Wochen an den Anleihenmärkten zu einem recht deutlichen Zinsanstieg gekommen.

Beispielsweise stieg der Zins 10-jähriger US-Staatsanleihen von 0,5% auf 1,6%. In vielerlei Hinsicht ähnelt die aktuelle Lage dem Geschehen während des Crash-Jahres 1929. Damals leitete der Börsenkrach die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre ein – mit all ihren dramatischen politischen Folgen – und eine dreijährige Aktienbaisse, in deren Verlauf der Dow Jones Industrial Average um 89% nach unten rauschte.

Die fundamentale Überbewertung der US-Börse ist heute sogar noch höher als 1929. Und die Flut von Neu-Börsianern, der Boom bei Neuemissionen, das Spekulieren auf Kredit sowie zahlreiche weitere spekulative Exzesse sind heute ähnlich stark ausgeprägt wie damals. Vor diesem Hintergrund werden Roland Leuschel und ich sehr genau darauf achten, ob sich in den kommenden Monaten charttechnische Crash-Muster wie damals und andere deutliche Warnzeichen entwickeln.      

Trotz aller Überbewertungen: Es gibt auch noch unterbewertete Aktienmärkte      

In der gerade erschienenen Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „Weltweite Aktienmärkte im Überblick“ haben wir für Sie die fundamentale Bewertung von 22 Aktienmärkten genauestens unter die Lupe genommen. Und siehe da, es gibt sie noch, ein paar sehr moderat oder sogar unterbewertete Märkte. Sie werden vermutlich staunen, welche Länder das sind.

Natürlich können wir nicht über die Bedeutung der fundamentalen Bewertung sprechen, ohne auch einen Blick auf die historische Überbewertung der US-Börse zu werfen. Denn mit einer Aktienmarktkapitalisierung von 188% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist der US-Markt so teuer wie nie zuvor und gehört zu den am höchsten bewerteten Märkten weltweit. 

Aktienmarktkapitalisierung in % des BIP ausgewählter Länder 

Mit 188% ist der US-Aktienmarkt so stark überwertet wie nie zuvor in seiner langen Geschichte. In manchen Ländern sieht das Bild ganz ähnlich aus (rote Balken), andere sind hingegen moderat oder sogar unterbewertet (blaue Balken). Um welche Länder es geht, erfahren Sie in unserer aktuellen Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe "Weltweite Aktienmärkte im Überblick". Quelle: www.krisensicherinvestieren.com/

11 US-Sektoren und 22 Länder im Bewertungscheck      

In den USA unterziehen wir zusätzlich alle 11 Sektoren, in die der S&P 500 Index unterteilt wird, einer Analyse. Das Ergebnis: Nur ein einziger dieser Sektoren ist moderat bewertet, alle anderen hingegen sehr oder sogar extrem überbewertet. Damit ist der Umfang der Überbewertung sehr viel breiter als am Höhepunkt der Spekulationsblase des Jahres 2000.

Wie lange unser instabiles Währungssystem weltweit ungedeckter Gelder noch zusammengehalten werden kann, weiß kein Mensch. Vielleicht beginnt das vermutlich inflationäre Endspiel schon bald, wenn die riesige Spekulationsblase platzt, die vor allem die US-amerikanischen Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkte erfasst hat. Deshalb wird es noch wichtiger für Sie, sich umgehend einen Überblick über die weltweiten Märkte zu verschaffen und zu erfahren, welche Märkte jetzt noch unterbewertet sind. In diesem Sinne sollten Sie unsere spannende und gewinnbringende Themenschwerpunkt-Ausgabe „Weltweite Aktienmärkte im Überblick“ auf keinen Fall verpassen.

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Goldhausse und steigende Zinsen     

Steigende Zinsen seien auch schlecht für den Goldpreis, konnte man in letzter Zeit häufig lesen. Diese Behauptung lässt sich mit Zahlen jedoch kaum belegen. Während der großen Edelmetallhausse der 1970er Jahre stiegen die Zinsen weltweit deutlich, in den USA sogar auf Rekordniveaus. Der Goldpreis vervierundzwanzigfachte sich in diesem Zeitraum. Einen ähnlich starken Zinsanstieg wie damals halte ich allerdings für nahezu ausgeschlossen.

Zwar sind die Zinsen in den vergangenen Monaten trotz der umfangreichen Anleihenkäufe der Fed gestiegen. Mit lediglich 1,6% für 10-jährige US-Staatsanleihen sind sie aber immer noch sehr niedrig. Darüber hinaus halte ich es derzeit noch für ausgeschlossen, dass sich die marktwirtschaftlichen Kräfte an den Anleihenmärkten gegen die Manipulationen der Zentralbanken durchsetzen können.      

Schützen Sie sich vor den Machenschaften der Zentralbanker     

Vergessen Sie nicht, dass die Zentralbanker schon vor einigen Monaten darüber gesprochen haben, ihre Null- und Niedrigzinspolitik gegebenenfalls durch die Festsetzung von Zinsobergrenzen für alle Laufzeiten zu ergänzen. Eine solche Zinskontrolle gab es in den USA schon einmal. Im April 1942 sollte auf diese Weise die Finanzierung der Kriegskosten erleichtert werden. Für Staatsanleihen mit Laufzeiten von mehr als 25 Jahren wurde ein Zinssatz von 2,5% administriert.

Erst neun Jahre später wurden diese Maßnahmen beendet, während die Inflationsrate bereits auf 17% gestiegen war. An dieser Episode erkennen Sie, was die Zentralbanker auch jetzt wieder vorhaben. Schützen Sie sich vor den Machenschaften dieser Wohlstandsvernichter, und informieren Sie sich auf höchstem Niveau mit meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren



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