Würden US-Investoren sich jetzt aus dem DAX verabschieden?

von , 03.03.2018, 21:11 Uhr

Der DAX kam in der letzten Woche wieder deutlich unter Druck und verlor auf Euro-Basis 4,57 %. Vage Gerüchte um mögliche Strafzölle seitens den USA schockte die Masse der Anleger und ließen den deutschen Leitindex erstmals seit April 2017 unter der Marke von 12.000 Punkten schließen. Der US-Hedgefonds Bridgewater, der in den letzten Wochen bereits auf einen fallenden DAX gewettet hat, wird seine helle Freude gehabt haben. Doch wie sieht für Bridgewater eigentlich der DAX in Landeswährung US-Dollar aus?

Dazu lässt sich der DAX (Performance Future) in Euro in US-Dollar "umwandeln". Der entsprechende Chart sieht dann so aus:

Auf den ersten Blick befindet sich der "US-DAX" ganz klar in einem lang- und mittelfristigen Aufwärstrend. Das ist besonders am intakten Trendkanal seit Februar 2016 zu erkennen. Und auch die Tatsache, dass die langfristige Unterstützungslinie, die die Hochs aus 2008 und 2014 verbindet, noch nicht einmal ansatzweise in Gefahr ist, spricht für einen intakten Trend.

Einzig kurzfristig, in Bezug auf das Rekordhoch bei 16.886 USD, ist das Bild jetzt natürlich eingetrübt. In der letzten Handelswoche wurde mit 14.633 USD bereits die untere Trendkanallinie um wenige Punkte verfehlt. Drei Wochen zuvor gab es mit 14.560 schon einen direkten Test des markanten 38,2 %  Fibonacci-Retracements der letzten Trendwelle (10.849 bis 16.886 USD). 

Der "US-DAX" ist also vorerst im Bereich ca. 14.500/650 ganz gut gestützt, sodass kein US-Investor auf die Idee kommen würde gegen diesen intakten Aufwärtstrend zu spekulieren. Das könnte sich natürlich schlagartig ändern, sobald besonders die schon angesprochene mehrjährige Unterstützungslinie wegbricht, die aktuell bei ca. 14.300 USD verläuft. Denn dann würde das damalige Ausbruchsniveau aus dem September 2017 schnell zunichtegemacht. In diesem Fall bestünde in der Tat für den DAX in US-Dollar weiteres deutliches Abwärtspotenzial auf ca. 12.000 USD, die sich durch den langfristigen Aufwärtstrend seit 2009 herleiten lassen.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier derzeit nicht investiert. Die bereitgestellten Informationen spiegeln lediglich die persönliche Meinung des Autors wider, stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zu Wertpapiergeschäften dar und können eine individuelle anleger- und anlagengerechte Beratung nicht ersetzen.

Viele Grüße,
Ihr Robert Schröder
www.Nachrichten-Fabrik.de


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