Remote Work etablieren: So gelingt die Umsetzung

von , 20.01.2023, 00:33 Uhr

Globalisierung, Digitalisierung und nicht zuletzt die Corona-Pandemie haben die Arbeitswelt nachhaltig verändert. Flexible Arbeitszeiten und Ortsunabhängigkeit gewinnen immer stärker an Bedeutung. Viele Unternehmen haben sich im Zuge dessen dazu entschieden, eine Remote-Arbeitskultur bzw. Remote Work einzuführen, um bei der Rekrutierung internationaler Top-Talente mithalten zu können.

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Obwohl die Umstellung mit einigen Hürden verbunden ist, bringt die Veränderung viele Vorteile mit sich. Um Führungskräfte bei der Etablierung einer Remote-Arbeitskultur zu unterstützen, hat der Employer of Record-Dienstleister Remote ein Whitepaper mit umfassenden Informationen rund um das Thema veröffentlicht.

Arbeitsprozesse verändern sich

Der klassische 9-to-5-Job gehört immer mehr der Vergangenheit an. Moderne Arbeitsprozesse erfordern dagegen mehr Flexibilität. Das geht aus einer internationalen Befragung von Remote unter 10.000 Vollzeitbeschäftigten hervor. Etwa drei Viertel der Befragten gibt an, dass flexible Arbeitszeiten zu den wichtigsten Zusatzleistungen bei der Jobsuche gehören. Auch Teilzeitmodelle wie die 4-Tage-Woche gelten für 63,4 % der Befragten als wesentlicher Faktor bei der Entscheidung für einen Job.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Dauer der Jobsuche

Eine Möglichkeit, flexible Arbeitsprozesse zu schaffen, besteht in der Etablierung einer Remote-Arbeitskultur. Dies bietet zahlreiche Vorteile im Hinblick auf eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeiter:innen, hohe Kosteneinsparungen zum Beispiel für die Instandhaltung der Büroräume sowie die erleichterte Rekrutierung von Talenten weltweit.

Symbolbild für Remote Work
Symbolbild für Remote Work – Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Asynchrone Arbeit gewinnt an Bedeutung

Um als Remote-First-Unternehmen die eigenen Arbeitsabläufe über verschiedene Länder und Zeitzonen hinweg zu koordinieren, bedarf es präziser Planung und einer durchdachten Strategie. Um einen effizienten Workflow zu gewährleisten, ist die Anpassung von Prozessen notwendig.

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Für Remote-First-Unternehmen ist der Übergang zu einem asynchronen Arbeitsmodell immens wichtig, da beispielsweise die Einhaltung von Kernarbeitszeiten aufgrund von unterschiedlichen Zeitzonen nicht mehr möglich ist. Mitarbeiter:innen erhalten so die Freiheit, ihre Zeiteinteilung sowie die Wochenplanung nach ihren individuellen Bedürfnissen zu gestalten.

Eine wichtige Rolle spielen dabei optimale technische Voraussetzungen, denn technische Probleme oder fehlende Zugänge zu Arbeitsmaterialien behindern laufende Prozesse. Deshalb ist es für Remote-First-Unternehmen unbedingt erforderlich, in geeignete Technologie zu investieren, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Erfolgreiches Teambuilding trotz Distanz

Ein gutes Teamgefühl zu etablieren, gestaltet sich in hybriden oder remoten Arbeitsumgebungen oft schwieriger als in traditionellen. Ob sich Mitarbeiter:innen dem Team zugehörig und sowohl von Kolleg:innen als auch von Vorgesetzten wertgeschätzt fühlen, hat erhebliche Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden.

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Vor allem in hybriden Arbeitsumgebungen müssen moderne Unternehmen darauf achten, dass sich Remote-Mitarbeiter:innen nicht gegenüber physisch anwesenden Kolleg:innen benachteiligt fühlen, beispielsweise in Meetings. Auch physisch anwesenden Mitarbeiter:innen fällt es schwer, Beziehungen zu ihren Remote-Kolleg:innen aufzubauen. Als Gründe nennen sie vordergründig soziale Aspekte wie zum Beispiel fehlender Smalltalk oder weniger persönliche Gespräche.

Daher besteht die Aufgabe von Remote-First-Unternehmen darin, Maßnahmen zu ergreifen, um trotz der genannten lokalen Barrieren ein gefestigtes Teamgefüge zu bilden und sowohl für physisch anwesende als auch für Remote-Mitarbeiter:innen eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Recruiting und Onboarding: Diversität und Inklusivität fördern

Neben einer angemessenen Bezahlung, flexiblen Arbeitsmodellen und dem Angebot attraktiver Benefits setzt das Hiring globaler Spitzenkräfte in Remote-First-Unternehmen vor allem einen inklusiven Einstellungs- und Onboarding Prozess voraus. Laut einer Remote-Studie geben jedoch viele internationale Jobsuchende an, schon einmal Diskriminierung im Bewerbungsprozess erlebt zu haben.

Um mit dieser Problematik umzugehen, thematisieren viele Recruiter:innen mithilfe von Weiterbildungs- und Aufklärungsmaßnahmen innerhalb des Teams Inklusivität und Diversität. Auf diese Weise sensibilisiert das Unternehmen das Team für unbewusste Voreingenommenheit.

Umgekehrte Diskriminierung

Darüber hinaus ist es wichtig, den eigenen diversen und inklusiven Ansatz bereits im Recruiting-Prozess herauszustellen, um internationale Bewerber:innen für ein Unternehmen gewinnen zu können. Dazu kann beispielsweise auch die Anerkennung von Feiertagen aller Kulturen zählen.


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