Rente: 900 Euro monatlich mehr notwendig, um Inflation zu kompensieren

von , 29.12.2022, 11:09 Uhr

  • Hohe Inflation hat immense Auswirkungen auf die Rentenvorsorge
  • Inyova erstellt aktuelle Berechnung für die Rentenvorsorge
  • Über 900 Euro mehr als bisher müssten bei einer durchschnittlichen Inflation von 3 % zurückgelegt werden, um dasselbe Rentenziel zu erreichen
  • Active Ownership als Bestandteil einer nachhaltigen Aktienrente

Frankfurt am Main, 29. Dezember 2022 – Inyova, digitale Impact Investing-Plattform, hat eine aktuelle Berechnung für die Rentenvorsorge vor dem Hintergrund der aktuell hohen Inflationsrate für Deutschland durchgeführt. Diese erreichte im Dezember mit 10 % einen nach wie vor hohen Stand. Wenn die Deutschen mit ihrem jährlichen Sparen vor diesem Hintergrund dieselben Rentenziele1 erreichen wollen, müssen sie zukünftig über 900 Euro mehr monatlich zurücklegen, um auch im Alter den avisierten Lebensstandard erreichen zu wollen.

Welche Anlageklassen bei sinkender Inflation profitieren

Angenommen wird hierbei ein jährliches Durchschnittseinkommen von 47.700 Euro und ein Ansparzeitraum von 20 Jahren bei gleichbleibenden nominalen Renditen. Waren es bei der bisherigen durchschnittlichen Inflation (Grundlage sind die letzten 30 Jahre) 1.904 Euro, die monatlich zurückgelegt werden mussten, sind es bei einer Inflation von durchschnittlich 3 % bereits 2.837 Euro. Selbst wenn mit der Planung der Altersvorsorge in den Dreißigern begonnen wird, ist bei einer Ansparzeit von 30 Jahren jetzt ein Betrag von 1.883 Euro statt 1.115 Euro monatlich fällig.

„Die Auswirkungen der Inflation auf die Rente können, wie an der Berechnung zu sehen ist, immens sein“, erklärt Cristian von Angerer, Chief Investment Officer bei Inyova. „Ganz einfach ausgedrückt bedeutet ein durchschnittlicher Inflationsanstieg von 0,01 % eine notwendige zusätzliche Ersparnis von ca. 10 Euro pro Monat“, so von Angerer weiter.

Cristian von Angerer, Chief Investment Officer bei Inyova zur Rentenvorsorge
Cristian von Angerer, Chief Investment Officer bei Inyova zur Rentenvorsorge

Umsetzung der Aktienrente laut Koalitionsvertrag notwendig

Eine Möglichkeit, um die Auswirkungen der Inflation auf die Altersvorsorge aufzufangen und das Rentensystem zu stützen, ist die diskutierte Aktienrente. Sie steht als Projekt im Koalitionsvertrag und ihre Umsetzung wurde aktuell auf den Weg gebracht. Zuerst sollen rund zehn Milliarden Euro als Kapitalstock bereitgestellt werden.

Verwaltet werden soll das Geld von der Bundesbank. „Die Aktienrente bringt nur etwas, wenn sie klug und nachhaltig gestaltet wird. Denn in der Aktienrente liegt die historische Chance, auch beim Klima- und Umweltschutz voranzukommen. Gemäß Rahmenwerk sollten vor allem nachhaltige Investitionen gefördert werden“, erklärt Cristian von Angerer.

Würde gesetzlich verankert werden, dass ein bestimmter Prozentsatz der vom Staat erworbenen Anteile der Aktienrente in Unternehmen investiert werden muss, die nachweislich umweltfreundlich wirtschaften oder darüber hinaus eine positive Entwicklung anstoßen, würde die Bundesregierung die Kaufkraft von vielen Millionen Deutschen indirekt der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz zugutekommen lassen.

Um in Deutschland eine lebendige Aktienkultur zu begründen, sollte die Rentenversicherung nicht nur passiv in Aktien, Fonds und ETFs investieren, sondern auch den Geist von „Active Ownership“ fördern. Das bedeutet, vom Stimmrecht der Aktionär*innen Gebrauch zu machen und den damit verbundenen Einfluss auf die Unternehmen zu nutzen, der ihnen für ihre Anteile am Unternehmen zusteht, zum Beispiel zum Wohle der Umwelt.

Active Ownership lässt sich in drei Bereiche einteilen: 1. Shareholder Engagement – der Dialog mit dem Unternehmen. 2. Voting – die Ausübung des Stimmrechts und 3. Shareholder Activism – das Unternehmen zum Handeln zu bewegen, wenn der Dialog keine Früchte trägt, etwa durch öffentlichen Druck, Gegenanträge, Wahlvorschläge oder Reden auf der Hauptversammlung.

Pressekontakt:

Birte Orth-Freese

bfr@te-communications.ch

+49 69 20 735 727

Über Inyova

Inyova wurde 2017 in Zürich gegründet, 2019 ging die umfassende Plattform für digitales Impact Investing an den Start. Das Unternehmen wird von Tillmann Lang und Erik Gloerfeld geleitet. Die beiden sind ehemalige Umweltwissenschaftler, Mathematiker sowie McKinsey-Berater. Die Idee zu Inyova entstand auf der Suche nach hochwirksamen Lösungen, um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen – eine der größten globalen Aufgaben für die Zukunft.

Durch seine Personal Impact Engine (PIE), modernste digitale Verbrauchertechnologie und den absoluten Fokus auf Nachhaltigkeit will Inyova die traditionelle Vermögensverwaltung und Investmentangebote revolutionieren. Das Ziel: Die Disruption des von Vermögensverwaltern und Banken gesetzten Status quo. Das Inyova-Universum von nachhaltigen Unternehmen besteht aus ca. 350 Unternehmen. Diese werden vom Impact-Team regelmäßig und nach strengen Kriterien aufgrund von Bewertungen und Informationen auf ihr nachhaltiges Verhalten hin analysiert. Weitere Informationen zum Unternehmen: www.inyova.ch.

¹ Die Grundannahmen finden sich in der angefügten Berechnung bzw. im Folgenden:

Berechnungsgrundlagen

  • Steuer-Quote von 36 % (berechnet auf Basis eines jährlichen Durchschnittseinkommens von 47.700 Euro), Ausgaben-Quote von 80 % (Quelle: https://www.finanzcheck.de/kredit/50-30-20/; Die 50-30-20-Regel stammt ursprünglich aus dem Buch „All Your Worth: The Ultimate Lifetime Money Plan“ von Elizabeth Warren, Expertin für Insolvenzrecht, frühere Harvard-Professorin und US-Senatorin, sowie ihrer Tochter Amelia Warren Tyagi)
  • Historische Inflation über die letzten 30 Jahre von 1,72 %

(Quelle: https://www.macrotrends.net/countries/DEU/germany/inflation-rate-cpi)

  • Jährliche Nominalrendite: 5 % (Basierend auf historischer Aktienmarktentwicklung)
  • Dauer der Rentenzeit: 25 Jahre

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