NATO bestätigt Ukraine-Kriegsbeginn 2014

von , 02.03.2023, 23:57 Uhr

Fast beiläufig bestätigte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg auf einer von „Sky News“ live übertragenen Pressekonferenz am 14.02.2023 (ab Minute 28:30), daß der Ukraine-Krieg letztlich bereits mit dem Maidan-Putsch 2014 begann.

Die NATO wollte in der Region mehr Präsenz und eine Erweiterung gen Osten, gab Stoltenberg ganz offen zu. Dazu, so Stoltenberg weiter, sei auch eine massive Aufrüstung der Ukraine notwendig gewesen. Aus den Geschehnissen des Maidan-Putsches wissen wir, daß sich die hochrangige US-Diplomatin Victoria Nuland für die Zustimmung des Weißen Hauses zu einer Unterstützung des Maidan-Putsches mit ca. 5 Milliarden US-Dollar eingesetzt hatte.

Daraus resultierte schließlich der Vorwurf des dann geflohenen und später in Abwesenheit zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch, daß letztlich die USA den gewaltsamen Umsturz in Kiew verursacht (und maßgeblich finanziert) hätten. Weil die Ukraine aber zu keinem Zeitpunkt Mitglied der NATO und zu dieser nicht einmal assoziiert war, stellt sich die Frage nach der Rechtfertigung für das auch militärische Eingreifen der NATO in der Ukraine seit dem Jahr 2014, welches Stoltenberg jüngst bestätigte.

Ab Minute 29 gab Stoltenberg im Rahmen der direkt übertragenen Pressekonferenz sogar unumwunden zu, daß man auf NATO-Ebene spätestens ab dem Jahr 2016 an den Aufbau besonderer Kampfeinheiten für den Ukraine-Einsatz gedacht habe. Diese Aussage ist besonders brisant, weil die nach eigenen Angaben mit NATO-Hilfe ins Amt gekommene, neue Kiewer Regierung seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2014 Angriffe auch mit der Artillerie gegen die russische Zivilbevölkerung im Donbass und Luhansk tätigte.

Unklar ist, ab wann dabei möglicherweise auch NATO-Kriegsgerät zum Einsatz kam. Verschiedene hochoffizielle Quellen der USA und der Ukraine bestätigten inzwischen jedenfalls gleichermaßen, daß ukrainische Artillerieeinsätze mit NATO- bzw. US-Waffen nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Pentagon erfolgen dürfen und in den meisten Fällen auch einer technischen Unterstützung seitens der USA bedürfen. Dann und nur dann gibt es so gut wie keine gravierenden „Fehlschläge“. Die jüngsten HIMARS-Artillerieeinsätze wurden sogar vom US-Militär einzeln zieleingewiesen und „genehmigt“. Offiziell hingegen bestreiten die USA noch ausdrücklich, Kriegspartei in der Ukraine zu sein. (eh)


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