Austausch-Migration

von Vertrauliche Mitteilungen, 09.12.2019, 11:57 Uhr

Wer in der Öffentlichkeit für Deutschland einen z.B. muslimisch motivierten „Bevölkerungsaustausch“ behauptet, wird schnell zu einem Beobachtungsfall für den Verfassungsschutz, weil er damit angeblich die Menschenwürde der in Deutschland lebenden Muslime angreift. Unbeanstandet bleibt dagegen der Begriff „Replace ment migration“, der in etwa mit „Austausch-Migration“ übersetzt werden kann.

Bevölkerungsrückgang und niedrige Fruchtbarkeitsraten

Es ist ein im politikwissenschaftlichen Sprachgebrauch fest verankerter Begriff, und er beschreibt darüber hinaus ein offizielles Konzept, mit dem sich – durchaus auch unter deutscher Beteiligung – die Vereinten Nationen (UN) beschäftigen.

Hierzu heißt es seitens der UN: „Die Prognosen der Vereinten Nationen deuten darauf hin, daß die Bevölkerung praktisch aller Länder Europas und Japans in den nächsten 50 Jahren mit einem Bevölkerungsrückgang und einer Alterung der Bevölkerung konfrontiert sein wird. Die neuen Herausforderungen dieser rückläufigen und alternden Bevölkerung erfordern eine umfassende Neubewertung vieler etablierter Politiken und Programme, auch im Zusammenhang mit der internationalen Migration.“ Der Bericht konzentriert sich folgerichtig u.a. auf die für Länder mit niedrigen Fruchtbarkeitsraten innerhalb der indigenen Bevölkerung (namentlich Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Südkorea, Russland, Großbritannien und die USA) angeblich erforderliche „Austausch-Migration“, um den dort herrschenden Bevölkerungsrückgang und die Alterung auszugleichen.

Deutungshoheit über politische Begriffe ist entscheidend

Hier zeigt sich wieder einmal, wie wichtig die Deutungshoheit über politische Begriffe ist. Wer über diese verfügt, hat gute Chancen, die kulturelle und politische Vorherrschaft über jedes Land zu erringen. Gleichwohl bleibt in der politischen Auseinandersetzung mehr denn je sprachliche Präzision geboten. Im Zusammenhang mit der derzeit verfolgten Zuwanderungspolitik empfiehlt sich deshalb die Formulierung „Austausch-Migration im Sinne der UN“. Er ist, da von den Vereinten Nationen selbst geprägt, zur Zeit praktisch unangreifbar und dennoch weiß zumindest jeder politisch Interessierte, was gemeint ist . . . (tb)


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