Die Bundesregierung will das Bargeld bekämpfen

von , 05.12.2022, 00:00 Uhr

Die Antifa-Sympathisantin und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat den Vorstoß zu einem Verbot der Bargeldverwendung für bestimmte Geschäfte und für die Einführung einer allgemeinen Bargeld-Höchstbetragsgrenze gewagt.

Nur Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel

Schon am 7. Dezember soll dazu über die EU eine gesetzliche Regelung geschaffen werden. Mit der bisher gesetzlich garantierten Allgemeingültigkeit des Euro hätte es damit de facto ein Ende. Denn wie es im Bundesbankgesetz zu Recht festgehalten ist, ist nur Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel. Alles andere ist eine Form von Kredit und dessen Verwendung stets unter „Drittparteien-Vorbehalt“.

Nur für und mit Bargeld hat uns der Gesetzgeber garantiert, ohne Zustimmung einer Drittpartei jederzeit und gegenüber jedermann im Geltungsbereich des Euro seine Verbindlichkeiten tilgen zu können. Und nur aus dieser Garantie einer unbeschränkten Bargeldverwendung bezieht der Euro – wie vormals die D-Mark – seinen Wert.

Bargeld hat viele Funktionen

Bargeld in einem kleinen Tresor
Bargeld in einem kleinen Tresor – Bild: Pixabay.com

Denn einen anderen inneren Wert gibt es seit Aufhebung der Golddeckung für keine Währung mehr. Wenn also die allgemeine Bargeldverwendung verboten oder eingeschränkt werden sollte, wird zugleich eine entscheidende Wertsäule unseres Geldes beseitigt. Denn wenn das Bargeld keine allgemeine Gültigkeit mehr hat, haben sämtliche Derivate wie z.B. Giralgeld, Festgeld, Anleihen etc. ebenfalls keine gesicherte Wertbasis mehr. So wünschenswert für totalitär denkende Politiker die Kontrolle über die Sparguthaben der Bürger auch ist, die Kehrseite dieser totalitären Überwachung wird die Beseitigung des Geldwertes sein.

Eine Hyperinflation wie in den 1920er Jahren wird unvermeidbar werden. Dabei hilft es dann auch nicht, wenn die Bürger zur Verwendung von Digitalgeld gezwungen werden sollten. Dieses dürfte eine noch geringere Chance haben, ähnliches Vertrauen zu gewinnen, wie es das Bargeld oder gar das Gold genossen bzw. genießen. Sämtliche Bezahlversuche der Bürger würden nämlich unter Vorbehalt der Zustimmung durch Staat oder Zahlungsabwickler („Drittparteien-Vorbehalt“) stehen.

Wo dies hinführen kann, konnte bereits an dem Bezahldienst PayPal studiert werden, der grundsätzlich politisch motiviert so manche Zahlung unterbunden hat. Wenn man sein Geld nicht mehr frei nach „Wunsch und Laune“ einsetzen kann, hat es eben einen nur noch sehr eingeschränkten (Nutz-)Wert.

Sparern wird Wohlstand genommen

Dieser simple Zusammenhang dürfte in den mittlerweile weitgehend „sachkenntnisbefreiten“ und dafür ideologisch überladenen Ministerien in Berlin unbekannt sein. Auf die Experten der Bundesbank hört man dort offenbar schon lange nicht mehr und der Wunsch, den deutschen Sparern ihren Wohlstand zu rauben, scheint unter Berlins Verantwortlichen größer zu sein als die Furcht vor strafrechtlicher Verfolgung.

Und weil das Bundesverfassungsgericht in den letzten Jahren bereits in fast allen Fragestellungen bewiesen hat, dass es den Bürgern Grundrechte nicht mehr garantieren möchte und sämtliche politischen Agenden mitzutragen bereit ist, bleibt den Bürgern nur die Flucht aus dem Geld und die Suche nach Alternativen für ihre Ersparnisse.

Die Aktivitäten der Ampel-Koalitionäre lassen den gebildeten Leser aufschrecken, der sich stark an kommunistische Parolen von Karl Marx und Iljitsch Lenin erinnert fühlt. Danach muss man zunächst das Geld zerstören, um dann eine Gesellschaft zu zerstören, auf deren Ruinen man schließlich seine linksextremen Utopien zu errichten versuchen wird. (eh)


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